1993
Aquarell, Bleistift, ÖI, 100 x 70cm
Also wenn ich mir das Bild anschaue, dann stell ich mir vor, daß ich in einer Höhle liege und von unten nach oben schaue, in den Himmel. Ich schau ein bisschen aus der Höhle raus und sehe vor mir einen Baum. Der Raum hat in sich Tag und hat auch in sich Nacht, der linke Teil dargestellt durch den Mond und rechts die Sonne. Für mich ist dadurch der weibliche Teil und der männliche Teil vertreten. Und dann der Vogel. Der Vogel, der für mich den Gedanken eines Baumes in sich hat. Er denkt den Baum.
Im Himmel sehe ich Ornamente, die ich nicht zuweisen kann. Wenn ich mir vorstelle, daß ich in dieser tiefen Höhle liege, sehe ich am Rand meines Blickwinkels indianische Ornamente. Ein Drachen, der am Himmel fliegt, eine Art Kranich rechts und dann nochmal ein Mond und eine Sonne, möglicherweise wie Yin und Yang. Sie haben aber noch nicht zusammengefunden. Was ich nieht verstehe ist, in welcher Beziehung stehen die Ornamente in Beziehung zueinander? Und dann frage ich mich natürlich auch: wo hast Du angefangen zu malen, wo ist Dein Mittelpunkt?
So beginnt ein Gesprächsprotokoll von Karin Behrens und Peter Hemmelskamp. Liebenswerterweise hat uns Karin dieses Dokument als pdf-Datei zur Verfügung gestellt. Klicken Sie den Link Geprächsprotokoll an um dieses interessante Gepräch zu lesen.